Mittwoch, 16. September 2015

Ritterfest zu Gangelt 11.09 bis 13.09.2015

Zu gegeben wir lagern zur Zeit nicht viel, dennoch möchte ich euch ein paar Impressionen von Gangelt nicht vorenthalten.

Es war ein wirklich schönes Lager auf einer riesigen Lagerfläche. Wie immer hatten wir nette Nachbarn & es war mal wieder ein gelungenes Wochenende. Gelagert haben wir mit lieben Freunden, die genauso wie wir, Wert auf eine authentische Darstellung legen.

Unsere Darstellung pendelte diesmal zwischen Adel & Gesinde, was man auf den Bildern schön erkennen kann.

In der Gesindedarstellung habe ich diesmal im ausklingenden Tageslicht kleine mittelalterliche Fladenbrote gebacken & in der Adeldarstellung, wie üblich genäht & gestickt.
 

 Gesinde-Treffpunkt Feuerstelle

 Die ersten Fladen sind in der Pfanne
 Juhu! Sie gehen auf!
 Frühstück...
Handarbeiten


Sonntag, 6. September 2015

Untergewand aus ungebleichten, leichten Leinen

Was so entstehen kann, wenn man mal etwas freie Zeit zur Verfügung hat...

Innerhalb von 8 Tagen habe ich dieses Untergewand genäht. Gleichzeitig nutzte ich die Ruhepause, um noch authentischer zu Arbeiten.

Das Untergewand ist komplett von Hand genäht. Zum Nähen habe ich ausschließlich den Überwendlichstich verwendet. Das geht bei leichten, feinen Stoffen sehr gut. Ebenso habe ich alle Nähte mit einem doppelten Umbug, vor dem Zusammennähen, versäubert. Auf Unterarmkeile konnte ich verzichten. Zeitl. ca. 11 bis 12 Jhd..

Das ungebleichte Leinen habe ich verwendet, da ich mittlerweile die Erfahrung gemacht habe, dass es im Laufe der Zeit sehr schön ausbleicht; fast weiß wird. Theoretisch kann ich im Sommer noch nachhelfen, in dem ich es nach dem Waschen auf dem Rasen trocknen lasse (alte Bleichmethode).








Fertig: feine, leichte Wollcotte

Die feine, leichte Wollcotte wurde kürzlich auch fertig.

Jetzt fehlen noch ein paar Verzierungen aber dafür muß ich noch ein wenig recherchieren.


Sonntag, 9. August 2015

Mittelalter Kochtöpfe

Nun ist der Zeitpunkt gekommen an dem auch wir eine eigene MA Küche brauchen.

Bisher haben wir immer Freunden gelagert, die gut ausgestattet waren, so dass wir bisher keine eigene Kochstelle benötigten.

Zu unserer Grundausstattung gehören:

- 1 Feuerschale mit Beinen (60 cm Durchmesser)
- 1 Dreibein 1,50 m hoch
- Grillrost zum Aufhängen
- 1 kl. Topf
- 1 gr. Topf
- 1 Pfanne
- Holzbottich

Unsere Töpfe sind aus Eisen, wie bei vielen anderen Lagergruppen sicher auch & aus der Vergangenheit, weiß ich, dass diese erstens gerne rosten & zweitens echt ätzend zu reinigen sind. Aber im www bin ich durch Zufall, über einen Artikel, über Dutchöfen, gestolpert. Dort wird empfohlen diese vor Gebrauch ordentlich einzubrennen & ich dachte mir, was bei Gusseisen & Eisenpfannen sinnvoll ist, kann bei MA Töpfen auch nicht schaden.

Also, habe ich die Sachen alle gründlich geschrubbt, getrocknet, dünn mit Sonnenblumenöl eingerieben & anschließend bei ca. 200°C im Ofen eingebrannt.

Ich hoffe, die Mühe hat sich gelohnt & das Essen brennt nicht mehr so leicht an & das sich die Töpfe auch nach Gebrauch gut reinigen lassen.

Wichtig bei der Reinigung ist, dass sie nur mit Wasser erfolgen sollte, ansonsten müssen die Töpfe erneut eingebrannt werden.

Wie sich das Ganze in der Praxis bewährt, werde ich euch zur gegebenen Zeit berichten.


Topf vorher:
 gereinigt & eingeölt

 Topf nachher:
eingebrannt


06.09.2015 Nachtrag:

Das Einbrennen hat wirklich viel gebracht. Beim Kochen setzte das Essen nicht an, ähnl. wie bei einem Antihaft-Topf. Auch beim Spülen ließen sich die Töpfe wunderbar reinigen. Simples Wasser reichte vollkommen aus, um die Töpfe wieder sauber zu bekommen.

Fazit: der Aufwand hat sich gelohnt!

Sonntag, 22. März 2015

Wenn auf dem Fortschritt ein Rückschritt folgt...

Fast fertig & dann stellte sich bei der ersten Anprobe heraus, dass die Cotte zu weit geworden ist.

Hmpf, der Fehler war schnell gefunden. Nein, vermessen hatte ich mich nicht aber seit dem Zuschnitt & der Fertigstellung liegt viel Zeit & ich habe in der Zwischenzeit knappe 5 kg abgenommen.

Eigentlich nicht viel doch wenn man klein ist, machen sich 5 kg doch bemerkbar.

Nach kurzer Überlegung habe ich einen Teil aufgetrennt & an die neuen Maße angepasst.
Jetzt sitzt die Cotte, so wie es ursprünglich geplant war.

Vorher:





Nachher:





Mittwoch, 18. März 2015

Fortschritt: feine, leichte Wollcotte

So langsam nähert sich dieses Projekt dem Ende.

Inzwischen sind fast alle Saumkanten versäubert & die Teile fügen sich zusammen.
Halsauschnitt & Ärmel sind eingefügt & die seitl. Geren werden gerade eingenäht.



 die seitl. Gere von aussen, noch nicht vernäht

 die Nähte unterm Arm

 die seitl. Gere von innen, bereits vernäht